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Wir sprechen manchmal so, als wäre Führung oder Leadership ein Verhalten, das man ein- oder ausschalten kann. Dabei ist alles Benehmen und Verhalten, das eine Person zeigt, die eine formale Führungsrolle innehat, Führungsverhalten.
Das bedeutet konkret, dass Führung nicht erst wichtig wird, wenn das Teammeeting startet oder wenn das 1to1 beginnt. Führung endet auch nicht, wenn das Weekly vorbei ist oder der Teams-Call geschlossen wird. Viel mehr schwimmt man im "Wasser der Führung", sobald in einem hierarchischen System eine Führungsrolle übernommen wird. Das Umsystem, also die Kolleginnen und Mitarbeiter, richten ihre Erwartungen, Erfahrungen und Wünsche entsprechend dieser Rolle aus. Das ist selten ein sehr bewusster Prozess. Deshalb ist Vertrauen Teil des Wassers, in dem wir schwimmen. Eine Kultur des Vertrauens oder des Misstrauens ist etwas, das man ohne darüber nachzudenken, erschaffen hat. Gut zu wissen, dass man die Qualität des Wassers beeinflussen kann - aus jeder Rolle.
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AutorinAstrid Frischknecht Archiv
October 2026
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