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Wir sprechen manchmal so, als wäre Führung oder Leadership ein Verhalten, das man ein- oder ausschalten kann. Dabei ist alles Benehmen und Verhalten, das eine Person zeigt, die eine formale Führungsrolle innehat, Führungsverhalten.
Das bedeutet konkret, dass Führung nicht erst wichtig wird, wenn das Teammeeting startet oder wenn das 1to1 beginnt. Führung endet auch nicht, wenn das Weekly vorbei ist oder der Teams-Call geschlossen wird. Viel mehr schwimmt man im "Wasser der Führung", sobald in einem hierarchischen System eine Führungsrolle übernommen wird. Das Umsystem, also die Kolleginnen und Mitarbeiter, richten ihre Erwartungen, Erfahrungen und Wünsche entsprechend dieser Rolle aus. Das ist selten ein sehr bewusster Prozess. Deshalb ist Vertrauen Teil des Wassers, in dem wir schwimmen. Eine Kultur des Vertrauens oder des Misstrauens ist etwas, das man ohne darüber nachzudenken, erschaffen hat. Gut zu wissen, dass man die Qualität des Wassers beeinflussen kann - aus jeder Rolle.
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Rosalinde Torres hat aus meiner Sicht die 3 besten Fragen um die eigene Leadership-Qualität zur Gestaltung der Zukunft zu analysieren:
💢 Was schaue ich an, wenn ich die nächste zukünftige Veränderung antizipiere? Das Buisness-Modell oder das eigene Leben? Die Antworten finden sich im eigenen Kalender: Mit wem verbringe ich Zeit? Zu welchen Themen? Was lese ich? Wohin reise ich? Und dann; wie ziehe daraus welche Schlüsse und wie handle ich heute um mein Team auf die Veränderungen vorzubereiten? Während die Einwohnerinnen und Einwohner von Blatten darüber diskutieren, ob und wo sie das Dorf wieder aufbauen, spüren wir alle das Unbehagen. Das Unbehagen, das nicht als Herausforderungen vor uns steht, sondern uns klar macht, dass wir machtlos sind: Naturkatastrophen.
Unsere Ökosysteme verhalten sich aufgrund des Klimawandels dramatisch. Wir verlieren nicht nur Landschaften, sondern auch Heimat. Das macht etwas mit der Psychologie des Menschen. Wir vermissen die Heimat, das Dorf, der geografische Ort. Es ist klar: Das Ökosystem hat einen wichtigen Einfluss auf die mentale Gesundheit der Menschen. Wenn wir Angst haben vor weiteren Naturkatastrophen, uns machtlos fühlen gegenüber den Einflüssen des Klimawandels und der Zerstörung unserer irdischen Heimat, dann nennt man es Solastalgie. Glenn Albrecht hat den Begriff geprägt. Er ist Professor für Nachhaltigkeit an der Murdoch Universität in Perth und ein transdisziplinärer Philosoph. Das Wort "Solastalgie" gibt uns eine Stimme für die Ängste, die der Klimawandel erzeugt. TEDxSydney - Glenn Albrecht - Environment Change, Distress & Human Emotion Solastalgia Die beste Investion ist, wenn du in dich selbst investiert.
youtube.com/shorts/4EsZRXXSz54?si=GBi5ar0lByNe1-fS Ich freue mich am Schnee. Doch gross scheinen mir die Probleme dieser Welt. Und so kann es passieren, dass das Gefühl von Freude ganz klein wird. Auch berufliche Herausforderungen können die Freude schmälern und vergrössern - je nach dem, welche Gefühle ich damit verbinde. Das zeigt, Freude ist mehr als nur ein Gefühl. Es gibt viele Arten von "Freude". Ekman definiert Freude als «Erregung als Reaktion auf etwas Neues oder auf eine Herausforderung». Es gibt die Freude in vielfältigsten Varianten:
Und es gibt auch die negative Freude: die Schadenfreude. Das ungesunde sich ergötzen am Leid anderer. Wenn ich das positive Gefühl der Freude kultiviere, sind Angst, Schmerzen oder Trauer nicht einfach verschwunden, aber sie sind nicht mehr die Leitsterne meiner inneren Verfassung. Wenn es mir gelingt, meine innere Freude zu finden, dann ist es, wie wenn schlecht fahrende Skis perfekt gewachsen werden: Piste, Schnee, Kälte, die eigene physische Kondition – alles bleibt gleich, aber es fährt sich viel leichter und macht Freude. Quellen: Dalai Lama; Desmond Tutu: Das grosse Buch der Freude. Ekman's Atlas der Emotionen Der Johannisbrotbaum blüht. Stehe ich in seiner Nähe, duftet es leicht nach Vanille. Der Duft als Verbindung zwischen ihm und mir. Seine Früchte sehen aus wie riesige braunen Bohnen. Wenn man sie öffnet, finden sich im Innern der Fruchthülse kleine, harte Samen. Alle Samen sind etwa gleich schwer. Deshalb wurden sie in der Antike als Wiegeeinheit für Diamanten genutzt. Mit ihnen wurde bestimmt wie viel Karat ein Diamant hat. Der Baum ist also nicht nur mit mir verbunden, und auch nicht nur mit dem Land, auf dem er steht, sondern auch mit einem Teil unserer kulturellen Geldwirtschaft.
Gestern habe ich an fünf verschiedenen Orten je fünf Samen gepflanzt. Vielleicht blühen sie in sieben Jahren, vielleicht dauert es aber auch länger. Er wächst entlang seiner Lebenszeit. 500 Jahre sind für ihn möglich. Wenn er blüht, wird es in seiner Nähe nach Vanille duften. Bild: René Imbaumgarten |
AutorinAstrid Frischknecht Archiv
October 2026
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